Lüneburg (ots) - ++ Verkehrsunfallstatistik 2019 der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ++ leicht steigende Gesamtunfallzahlen ++ mehr Leicht- und Schwerverletzte ++ Zahl der Unfalltoten auf geleichbleibenden Niveau ++ erneut weniger Baumunfälle ++ Problemfelder: Bundesstraße 4, Zweirad-/ Pedlec-Unfälle?! ++

++ Für Rückfragen zu weiteren regionalen Details oder Einschätzungen steht Ihnen unser Sachbearbeiter Verkehr, PHK Andreas Dobslaw, am Montag, 23.03.20, in der Zeit von 10 - 14 Uhr telefo-nisch unter 0581-930-432 gerne zur Verfügung ++

Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen

Nach dem Rückgang im Jahr 2018 setzte sich der Trend leicht steigender Gesamtunfallzahlen im gesamten Inspektionsbereich (Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen) auch im Jahr 2019 fort. Dabei stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2019 auf insgesamt 8824 um mehr als acht Prozent (+8,22%). Insgesamt starben 22 Menschen 2019 (2018: 21) auf den Straßen der Region.

Einen Anstieg um 4,91 Prozent gab es im Bereich der Schwerverletzten. Hier stieg die Anzahl der schweren VU auf 235 (2018: 224) und stagniert dabei weiterhin auf hohem Niveau.

Bei den Verkehrsunfällen mit Leichtverletzten stiegen die Zahlen ebenfalls gravierend um 11,01 Prozent auf 1149 (2018: 1035).

Dabei betrachten die Verantwortlichen der hiesigen Polizeiinspektion kritisch und mit Besorgnis diese aktuellen Steigerungen in den Bereichen der leichten und schweren Verkehrsunfälle.

Erfreulich ist die weiterhin andauernde Entwicklung bei den Baumunfällen. Dabei handelt es sich im Regelfall um Unfälle auf Landstraßen, bei denen die Fahrer zum Beispiel wegen eines Fahrfehlers oder wegen zu hohen Tempos die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben, ins Schleudern gerieten und anschließend gegen einen neben der Fahrbahn stehenden Baum prallten. Hier sank die Zahl wie in den Vorjahren wiederum um 6,42 Prozent von 218 auf 204 Unfälle im Jahr 2019, was auch auf verschiedene bauliche Maßnahmen/Projekte der letzten Jahre zurückzuführen ist.

Parallel mit dem Anstieg der Gesamtunfallzahlen schnellte auch die Anzahl der Wildunfälle um 17,33 Prozent auf 2850 (2018: 2429) drastisch nach oben. Dabei machen die Unfälle mit der Beteiligung von Wild fast ein Drittel der Unfälle in der Region aus. Das "Mehr" bei den Wildunfällen (+421) macht dabei fast Zweidrittel der gestiegenen Gesamtunfallzahlen aus (+670).

Ein Indiz für eine grundsätzlich gesunkene "Verkehrsmoral" ist auch die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten in den letzten Jahren. Die Fallzahlen bei den Verkehrsunfallfluchten (2019: 1884; +1,4%) befinden sich somit seit mehreren Jahren auf zu hohem Niveau.

Besorgniserregend jedoch auch Resultat einer sich ändernden Verkehrsmobiltät/ Verkehrsverhaltens sind auch die Fallzahlen bei den Zweiradfahrern. Im Gegensatz zum Rückgang bei motorisierten Zweiradfahrern (-12 auf 212 in 2019) stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrenden um 21,62 Prozent (auf 557) und unter Beteiligung von Pedelecfahrenden um 57,69 Prozent (auf 82). Ein Großteil der Beteiligten an diesen Verkehrsunfällen trug auch Personenschäden davon.

Aufgrund der Entwicklungen beim Unfallgeschehen mit der Beteiligung von Fahrrädern/Pedelecs/E-Bikes sowie motorisierte Zweiradfahrern wird die Polizei diese intensiv beobachten und ihre Maßnahmen anpassen.

Zu den Hauptunfallursachen im Jahr 2019 gehörten neben Vorfahrtsverstößen und Abstand und Abbiegen insbesondere auch außerhalb geschlossener Ortschaften nicht angepasste bzw. "überhöhte Geschwindigkeit". Auch die Thematik "Ablenkung" nimmt weiter an Gewicht zu.

Ausblick 2020

Die Verkehrssicherheitsarbeit bleibt auch in 2020 ein Schwerpunkt der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.

Im Jahr 2020 werden dabei die Bereiche "Verkehrssituation auf der Bundesstraße 4", Senioren, aber auch das Verkehrsverhalten gegenüber und von Radfahrenden im Fokus stehen.

Bei der Verkehrsüberwachung wird die Polizei in der Region neben den Themenfeldern Geschwin-digkeit und Alkohol/Drogen auch weiterhin den Schwerpunkt auf das Thema "Ablen-kung/Smartphone am Steuer" legen. Zur Unfallursache Ablenkung ist ausdrücklich anzumerken, dass der Bereich weiter intensiv beo-bachtet und Verstöße im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten konsequent geahndet werden.

Darüber hinaus wird die Polizei die motorisierten Zweiräder und die Elektrokleinstfahrzeuge genau im Blick behalten. Darüber hinaus bedürfen auch die weitere Entwicklung der E-Mobilität und die daraus resultierenden Probleme der weiteren Analyse und Maßnahmen.

In Erwartung der zukünftigen Auswirkungen des demografischen Wandels liegt die Altersgruppe der älteren Menschen besonders im Fokus der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Die Verkehrssicherheitsprogramme, wie "Fit im Auto" und "Fit mit dem Pedelec" in Zusammenar-beit mit der Verkehrswacht, werden konsequent fortgesetzt und ausgebaut.

++ Details zum Unfallgeschehen 2019 in den drei Landkreisen sind der pdf-Datei im Download unter www.polizeipresse.de zu entnehmen ++

Für Rückfragen zu weiteren regionalen Details oder Einschätzungen steht Ihnen unser Sachbearbeiter Verkehr, PHK Andreas Dobslaw, am Montag, 23.03.20, in der Zeit von 10 - 14 Uhr telefo-nisch unter 0581-930-432 gerne zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Lüneburg Pressestelle Kai Richter Telefon: 04131/8306-2324 o. Mobil 01520 9348855 E-Mail: pressestelle@pi-lg.polizei.niedersachsen.de http://www.polizei.niedersachsen.de/dst/pdlg/lueneburg/

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