Lüneburg (ots) - ++ "Himmelfahrt 2020": "Verhalten Sie sich so, dass die Polizei nicht einschreiten muss!" ++ Appell und Pressemitteilungen von Landräten, Bürgermeistern und Polizei in der Region Nord-Ost-Niedersachsen" ++ Verzichten Sie auf feucht-fröhliche Touren in Gruppen mit dem Bollerwagen ++ die Polizei ist in der Region präsent und wird auf die Einhaltung und Kontrolle der sog. #Abstandsregeln und Regelungen der Nds. Verordnung achten ++.

Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen

"Verhalten Sie sich so, dass die Polizei nicht einschreiten muss! ... ist unser Wunsch für den Himmelfahrtstag in der nächsten Woche ... verleben Sie stattdessen einen schönen "Vatertag" im engsten Familienkreis und bleiben Sie gesund."

Dieses Jahr nicht! - Das alljährliche Ritual insbesondere von jungen Nicht-Vätern muss in diesem Jahr ausfallen. Zu Christi Himmelfahrt ziehen alljährlich unzählige Menschen mit Bollerwagen oder Fahrrädern durch die Region, um Vatertag zu feiern.

Diese feucht-fröhlichen Touren von Personen verschiedener Haushalte sind insbesondere im Hinblick auf die geltenden Auflagen der aktuellen Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (vom 8. Mai 2020) in diesem Jahr nicht möglich.

Auch wenn insbesondere in der Region Nord-Ost-Niedersachsen der Trend bei den Coronavirus-Infektionszahlen weiterhin positiv ist, heißt es sensibel zu bleiben. Die gemeinsamen Anstrengungen des Großteils der Bürgerinnen und Bürger haben deutlich Wirkung gezeigt. Vor diesem Hintergrund appellieren die Landräte, Bürgermeister und Verwaltungsspitzen in ihren Pressemitteilungen (siehe unten) an die Bürgerinnen und Bürger und hoffen auf ein weiterhin besonnenes Verhalten.

Die Polizei setzt gerade in diesem Jahr auf starke Präsenz

Am Himmelfahrtstag wird die Polizei auch mit Unterstützung von Beamten der Bereitschaftspolizei in allen drei Landkreisen der Region präsent sein und die Regeln der #sozialenDistanz sowie die weiteren Gebote kontrollieren.

Verhalten Sie sich so, dass die Polizei nicht einschreiten muss!" ...

Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes können bei Ordnungswidrigkeiten Bußgelder von bis zu 25.000 Euro drohen. Ein entsprechender Bußgeldkatalog für Niedersachsen ist parallel in Kraft getreten, so dass empfindliche Bußgelder von 150 Euro und mehr bei Verstößen drohen.

Weiteres ist den Presseveröffentlichungen der Landkreise und Kommunen der Region zu entnehmen.

Die Ordnungshüter bedanken sich schon jetzt für die Einsicht und das vorbildliche Verhalten. Seien Sie besonnen und unterstützen Sie uns weiter bei den gemeinsamen Bemühungen.

Pressemitteilung des LK Lüneburg v. 19.05.20

Himmelfahrt in Corona-Zeiten: Ausflüge mit Einschränkungen

(lk/mo) Picknick unter Freunden, Ausflug mit Bollerwagen, Wanderungen in der Gruppe: Wer an Himmelfahrt (Donnerstag, 21. Mail 2020) eine Tagestour plant, muss sich angesichts der Corona-Pandemie umstellen. Nach wie vor gelten die vom Land Niedersachsen erlassenen Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen. Damit sollen die Ausbreitung des Virus verhindert und die Infektionszahlen weiterhin niedrig gehalten werden. "Die Vatertagstour, so wie sie viele von uns kennen, muss in diesem Jahr leider ausfallen", sagt Landrat Jens Böther. "Aber es gibt mit Sicherheit viele Möglichkeiten, diesen Tag dennoch zu genießen - zum Beispiel im Kreis der Familie."

So ist beispielsweise Grillen nach wie vor erlaubt - allerdings nur im eigenen Garten und mit Mitgliedern aus maximal zwei Haushalten. Dieser eingeschränkte Personenkreis gilt auch für Spaziergänge oder Radtouren. Komplett gesperrt ist am Donnerstag der Inselsee in Scharnebeck inklusive Parkplatz und Zufahrten. Grund dafür: Um an Himmelfahrt zu feiern, treffen sich an diesem Ort seit Jahren sehr viele und größere Ausflugsgruppen - in Zeiten von Corona ist das jedoch tabu. Um die Situation im Blick zu behalten, ist die Polizei am Vatertag im gesamten Landkreis verstärkt unterwegs. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Doch soweit soll es nicht kommen: "Bisher haben sich die Menschen im Landkreis Lüneburg bedacht und vorsichtig verhalten", so Jens Böther. "Ich gehe davon aus, dass sich das an Himmelfahrt so fortsetzt."

Unabhängig von der aktuellen Corona-Situation gilt die im vergangenen Jahr beschlossene Kanuverordnung. Aus Naturschutzgründen verbietet sie an Himmelfahrt und Pfingsten eine Tour auf den Flüssen Ilmenau, Luhe und Lopau. Dadurch soll der Ausflugsverkehr auf den Gewässern heruntergefahren werden, um den dort lebenden Tieren Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

Pressemitteilung des LK Lüchow-Dannenberg v. 18.05.20

Himmelfahrt: Treffen zum Picknick und Grillen müssen ausfallen

Auch wenn die derzeit geringen Fallzahlen und das zunehmend sonnige Frühlingswetter auf etwas anderes hoffen lassen: "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", macht Dr. Claudia Schulze vom Gesundheitsamt Uelzen - Lüchow-Dannenberg deutlich, "die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen, mit denen das Land Niedersachsen die Corona-Pandemie bekämpfen will, gelten weiterhin." Die Radtour mit dem kompletten Freundeskreis und auch die feucht-fröhliche Bollerwagen-Tour mit den Kumpels müssen darum in diesem Jahr leider ausfallen. Gruppenbildungen, Picknicks oder Grillen im Freien sind ausdrücklich untersagt. Physische Kontakte zu Menschen, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, sind auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, heißt es in der aktuell gültigen Landes-Verordnung. "Möglich sind aber beispielsweise Wanderungen oder Radtouren von Personen, die bis zu zwei verschiedenen Hausständen angehören", erklärt Dr. Schulze. Appell an die touristischen Gäste: Bitte Abstände einhalten!

"Regen touristischen Zulauf" beobachten Ulrich Constabel und seine Mitarbeiter vom Lüchower Polizeikommissariat schon seit mehreren Tagen. Fahrzeuge aus dem gesamten Bundesgebiet seien trotz der abgesagten Kulturellen Landpartie derzeit im Kreisgebiet unterwegs, schilderte Constabel im Rahmen der Lagebesprechung. Ein Eindruck, den Jürgen Meyer als Samtgemeinde-Bürgermeister der Elbtalaue bestätigt: Auf dem Wohnmobilstellplatz der Stadt Hitzacker seien vergangenen Samstag allein 60 Wohnmobile gezählt worden - deutlich mehr, als der Platz eigentlich vorsähe. Nur ein Teil des Parkplatzes sei für Wohnmobile vorgesehen, ein anderer Teil für Pkw und Motorräder. Der Platz sei auch nicht für dauerhaftes Campieren gedacht. Maximal sei ein Aufenthalt von bis zu 24 Stunden möglich, um die eigene Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen. Hieran müsse man festhalten - und werde in den kommenden Tagen verstärkt kontrollieren, so Meyer. Denn: "Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie dürfen Campingplätze derzeit nur die Hälfte ihrer Parzellen belegen", erklärt Meyer, "da kann es nicht sein, dass ein normaler Parkplatz zum dauerhaften Campieren zweckentfremdet wird." Er appelliert im Interesse des Infektionsschutzes an die Gäste, die mit Wohnmobil anreisen, nur die eigens für Wohnmobile vorgesehenen Plätze zu benutzen und den Platz nach spätestens 24 Stunden wieder zu verlassen.

Landkreis, Samtgemeinden und Polizei werden kontrollieren

Am Himmelfahrtstag und am folgenden Wochenende sind Kontrollen vorgesehen, um die Einhaltung der Abstandsregelungen zu überwachen. Die Polizei hat insbesondere zum "Vatertag" eine gesonderte Einheit vorgesehen, die im Kreis unterwegs sein wird. Auch auf wildes Camping und naturschutzrechtliche Verstöße, die in den letzten Jahren zwischen Himmelfahrt und Pfingsten wiederholt Thema waren, soll in diesem Jahr besonderes Augenmerk gelegt werden, so Ulrich Constabel. Die Samtgemeinde Elbtalaue wird in ihren Kontrollen einen Schwerpunkt auf Hitzacker und den Wohnmobilstellplatz legen. Die Kontrolleure des Landkreises Lüchow-Dannenberg werden sich insbesondere der Gastronomie annehmen.

Pressemitteilung des LK Uelzen v. 18.05.20

Corona: Kontaktbeschränkungen gelten auch am Vatertag

Angesichts der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandregelungen appelliert der Landkreis Uelzen an alle Bürgerinnen und Bürger, die entsprechenden Vorgaben auch an Christi Himmelfahrt, dem sogenannten "Vatertag" einzuhalten. "Die gegenseitige Rücksichtnahme der vergangenen Wochen und Monate, insbesondere auch am Maifeiertag, hat die Bereitschaft der Menschen unter Beweis gestellt, dieses Jahr auf lieb gewonnene Gewohnheiten zu verzichten, wenn es geboten ist", so Landrat Dr. Heiko Blume. Dies sei aufgrund der Corona-Pandemie und der nach wie vor bestehenden Infektionsgefahr in diesem Jahr leider auch an Christi Himmelfahrt beziehungsweise dem Vatertag der Fall.

Die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften werde durch Polizei und Ordnungskräfte streng kontrolliert und durchgesetzt, heißt es seitens der Kreisverwaltung. Bei Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln beziehungsweise bei Menschenansammlungen drohen empfindliche Bußgelder. Deshalb appelliert der Landkreis anlässlich des Vatertages an die Vernunft und das Verantwortungsbewusstsein aller Feierlaunigen. "Bestenfalls verzichten die Väter und diejenigen, die es werden wollen, in diesem Jahr auf den sonst vielleicht üblichen, teils feuchtfröhlichen Vatertagsausflug und feiern stattdessen im Kreis der engeren Familie - im Sinne der eigenen Gesundheit und der Anderer", so Heiko Blume abschließend.

Gemeinsame Pressemitteilung der Hansestadt Uelzen, der Samtgemeinden Aue, Bevensen-Ebstorf, Rosche sowie Suderburg und der Einheitsgemeinde Bienenbüttel v. 18.05.20

Abstandsgebot auch an Himmelfahrt einhalten Bürgermeister weisen auf die Kontaktbeschränkungen hin

"Corona ist nicht vorbei. Wir sind mitten drin in der Bekämpfung dieses Virus. Auch an Himmelfahrt müssen die aktuellen Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Das gilt vor allem für den Mindestabstand von eineinhalb Metern und die Bildung von Gruppen", so die Bürgermeister der Hansestadt Uelzen, der Samtgemeinden Aue, Bevensen-Ebstorf, Rosche sowie Suderburg und der Einheitsgemeinde Bienenbüttel in einer gemeinsamen Erklärung. Nach der aktuellen Niedersächsischen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind Picknick und Grillen in freier Natur weiterhin nicht erlaubt. Die typischen "Vatertags"- Bollerwagen- oder Fahrradtouren durch die Region, mit Personen aus mehr als zwei Haushalten, sind ausdrücklich untersagt. Möglich hingegen sind Wanderungen oder Ausflüge mit Angehörigen zweier verschiedener Haushalte.

Die Ordnungsämter und auch die Polizei werden an diesem Tag genauer hinschauen müssen. Bei Verstößen gegen die bestehenden Corona-Regeln drohen empfindliche Bußgelder. So kann ein Verstoß gegen das Abstandsgebot mit bis zu 150 Euro Bußgeld oder die Bildung von Gruppen mit einem Bußgeld bis zu 400 Euro pro Person geahndet werden. "Unsere Bitte: Halten Sie sich an die Regeln und feiern Sie Himmelfahrt fröhlich, aber vorsichtig und mit Abstand. So bleiben Sie und wir alle gesund", appellieren die Verwaltungschefs.

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Polizeiinspektion Lüneburg Pressestelle Kai Richter Telefon: 04131/8306-2324 o. Mobil 01520 9348855 E-Mail: pressestelle@pi-lg.polizei.niedersachsen.de http://www.polizei.niedersachsen.de/dst/pdlg/lueneburg/

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